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Bad Grönenbach | Marktplatz

Kur- und Gästeinformation Bad Grönenbach
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Das historische Ortsgedächtnis

Geschichten bringen die Menschen näher zusammen. Und sind die Geschichten auch noch wahr und handeln vom Ort, in dem man sich befindet, so bringt Geschichte bestimmte Orte den Menschen näher. Denn Geschichte liefert nicht nur ein Fundament für die Gegenwart eines Ortes, sondern motiviert die Menschen auch, ihr Bestes für Zukünftiges zu geben. Und das geht dann wieder in das historische Ortsgedächtnis ein. Entdecken Sie hier einige Fundamente, die grundlegend zu unserem heutigen Ortsbild und -geschehen beitrugen. Auf dieser Seite bekommen Sie einen grundlegenden Überblick über die Geschichte Bad Grönenbachs. Außerdem legen wir Ihnen an dieser Stelle unsere vielfältigen Führungen ans Herz, bei denen Sie unseren Ort in vielen kleinen Anekdoten und großen Geschichten besser kennenlernen können.

8. Jh. Die Gegend des späteren Grönenbach wird an der Ur-Ach von fränkischen Neusiedlern, evtl. auch Vasallen der Welfen besiedelt.
1099 Die erste urkundliche Erwähnung Grönenbachs findet statt. In einer Stiftungsurkunde wird ein „Hatto von Grönenbach“ als Zeuge genannt.
10 Jh. Auf dem heutigen Stiftsberg wird eine Schutz- und Trutzburg vom Hochadel von Grönenbach errichtet.
12. Jh. Auf dem Stiftsberg wird eine Kirche gebaut. Teile davon sind heute noch in der Krypta zu sehen.
um 1260 Der Grönenbacher Adel stirbt aus. Nun folgen die Herren von Rothenstein.
um 1280 Beginn des Schlossbaus unter Heinrich Ludwig von Rothenstein.
1442 Den Rittern von Rothenstein wird das Richteramt in Grönenbach zugestanden.
1479 Der Ritter Ludwig von Rothenstein stiftet ein Spital mit zugehöriger Kirche am Marktplatz.
1482 Ludwig von Rothenstein stirbt. Die neuen Herren ziehen in das Schloss: Graf Haupt von Pappenheim mit seiner Gemahlin.
1485 Der Habsburger Kaiser Friedrich III. verleiht das Marktrecht an Marschall von Pappenheim.
1522 Im Allgäu wütet der Bauernkrieg. Sein tragisches Ende nimmt er in Leubas bei Kempten, nicht weit von Grönenbach entfernt.
1559 Die Pappenheimer bringen die Reformation aus der Schweiz nach Grönenbach. Die Untertanen des Philipp von Pappenheim werden evangelisch-reformiert.
1563 Die Base Walburg von Pappenheim bekommt einen eigenen Wohnsitz in Grönenbach: das „Schlössle“.
1612-1695 Die Grafen Fugger Weißenhorn regieren über Grönenbach.
1632 Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde fast das ganze Dorf niedergebrannt.
1648 Nach dem Friedensschluss des Dreißigjährigen Krieges wurde Grönenbach wieder aufgebaut.
1695 Das Hohe Schloss ist Jagdschloss und Sommersitz der Pappenheimer.
1763 Die Spitalkirche am Marktplatz wird wieder aufgebaut, nachdem sie im Krieg abgebrannt war.
1808 Die evangelisch-reformierte Pfarrgemeinde erwirbt die Kirche am Marktplatz.
1842 Ein gewisser Sebastian Kneipp bittet auf dem Stahlhof beim Ortsvorsteher Schmid um Unterkunft. Er lernt beim Kaplan Dr. Merkle Latein. Für Kost und Logis übernimmt er landwirtschaftliche Arbeiten.
1862 Die Eisenbahn kommt. Beim Bau der Illerbahn bekommt Grönenbach einen eigenen Bahnhof, 3 Kilometer außerhalb des Ortes.
Ende 19. Jh. Ursprünglich vor allem im Flachsanbau und bei der Textilerzeugung tätig, wendet sich nun die Wirtschaft hin zu Milchwirtschaft und Viehzucht.
1901 Dominiks Ringeisen erwirbt das Schloss. Bis 1996 wird es von den Ursberger Schwestern geführt.
1920er Jahre In der Weltwirtschaftskrise wandern auch viele Grönenbacher nach Amerika aus.
1923/24 Die Gebrüder Eberle errichten das Kriegerdenkmal am Marktplatz. Hier stehen heute die Namen de Gefallenen vom Ersten und Zweiten Weltkrieg, die beide hohen Blutzoll auch in Grönenbach fordern.
1924 In Bad Clevers wird die erste Badeanstalt eröffnet.
1936/37 Das Rathaus wird errichtet. Noch heute steht es mit seinen beiden Wandbildern (in Sgrafitto-Technik): Die ersten alemannischen Siedler und die Verleihung des Marktrechts.
ab 1938 Die ersten Kneipp-Anwendungen in Bad Clevers finden regen Zuspruch.
nach dem 2. Weltkrieg In den Nachkriegsjahren fanden über 1.000 Vertriebene Aufnahme in Grönenbach.
1949 Im ehemaligen „Löwenwirt“ und dem ersten Rathauscafé von Grönenbach wird im Keller die erste ambulante Badeeinrichtung eröffnet.
1954 Das Kneippkurheim auf dem Stiftsberg wird fertiggestellt.
1954 Grönenbach bekommt die staatliche Anerkennung zum Kneippkurort.
1996 Grönenbach wird anerkanntes Kneippheilbad. Nun darf sich der Ort „Bad Grönenbach“ nennen. Ebenfalls 1996 wird das Hohe Schloss von der Marktgemeinde erworben.
1999/2000 Der ehemalige Schlossgarten wird zum Kreislehrgarten.
2004 Bad Grönenbach gehört nun zu einem von damals neun KNEIPP-PREMIUM-CLASS-Orten in Deutschland.
2015 Der komplett sanierte und umgebaute Postsaal wird von der Gemeinde erworben.
  Stand: Januar 2019