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Bad Grönenbach | Marktplatz

Kur- und Gästeinformation Bad Grönenbach
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Hohes Schloss, Ringeisenhaus & Schlosskapelle

Weithin sichtbar auf einer hohen und steilen Bergnase liegt am Westrand des Kneipp-Heilbades Bad Grönenbach das Hohe Schloss. Das Wahrzeichen Bad Grönenbachs begrüßt seine Besucher schon von weitem und ist Kulturstätte von besonderer Güte. An der Stelle einer vorgeschichtlichen Fliehburg wurde es um einen Nagelfluhfelsen herum gebaut, ja teilweise aus dem Felsen geschlagen. Bis im ersten Stock sind noch die Reste der ursprünglichen Felswand erkennbar. Das abgeschlagene Gestein wurde gleich als Baumaterial verwendet.

Wann das Schloss erbaut wurde, ist nicht genau datiert. Vermutlich hat aber Heinrich Ludwig von Rothenstein um 1280 den ältesten Teil der heutigen Burg, den nördlichen Teil des Hauptkörpers errichtet. Nach der Säkularisation zog 1803 ein königlich-bayerisches Landgericht ins Schloss ein, nachdem zuvor das gesamte Inventar verkauft und versteigert worden war. Nachdem das Landgericht nach Memmingen abgewandert war, ging das Schloss 1881 an den hessischen Hoffotografen Wilhelm Cronenberg. Er errichtete dort ein – wenig erfolgreich - „Phototechnisches Lehrinstitut“. 1901 erwarb Dominikus Ringeisen, der Begründer der Ursberger Anstalten, das heruntergekommene Schloss. Neben der Innensanierung wurde von den Ursberger Schwestern 1947 – 1951 auch eine umfangreiche Außensanierung vorgenommen. 

Das daneben liegende „Ringeisenhaus“ wurde 1926 zu einem Schul- und Pflegehaus umgebaut und beherbergte bis 1977 eine Sonderschule. Danach diente es als Heim für behinderte Erwachsene. Im vorderen Teil des „Ringeisenhaus“ befand sich früher ein Brauhaus, dieses wurde 1939 zur Kapelle umgebaut und im Dezember 1941 eingeweiht. Die sogenannte Schlosskapelle besteht bis heute.

Seit 1996 befinden sich das Hohe Schloss und das Ringeisenhaus nun im Besitz der Marktgemeinde Bad Grönenbach. Seither werden das Schloss und der Schlossgraben im Rahmen der Möglichkeiten für Ausstellungen, Führungen, Konzerte und standesamtliche Trauungen genutzt. Der ehemalige Klostergarten neben dem Hohen Schloss wurde zum Kreislehrgarten umgestaltet und ist ein beliebtes Ausflugsziel.