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Kreislehrgarten

Der Kreislehrgarten wurde im Jahr 2000 im ehemaligen Klostergarten am Hohen Schloss eröffnet. In diesem Kleinod können sich Gartenfreunde viele Anregungen holen, er ist ein anschauliches Lehrbuch der Pflanzen und Heilkräuter und zugleich eine idyllische Gartenanlage, die zum Ausruhen und Verweilen einlädt.

4.000 Quadratmeter bepflanzte Fläche umfasst das Areal vor dem Hohen Schloss. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Unterallgäuer Gartenvereine haben insgesamt 150 Bäume und Sträucher, 1.100 Buxen, 390 Rosen, 50 Obstbäume, 1.800 Blütenstauden und 2.300 Kräuter und Wildstauden gepflanzt.

Unter den Gewächsen, die sorgfältig und nach bestimmten Kriterien ausgewählt wurden, befinden sich auch einige Exoten: Etwa die sibirische Ölweise, die großfruchtige Kornelkirsche (aus Ungarn und Tschechien) mit dem fünffachen Fruchtgewicht der heimischen, blaue Tomaten aus Kasachstan, die auch in hiesigen Gärten problemlos anzubauen ist. Das gilt ebenso für die winterharten Kakteen, den Schmetterlingsflieder und den Kuchenbaum, dessen Blätter Lebkuchendüfte verbreiten.

Durch eine enorme Sortenvielfalt besticht der aus über hundert Bäumen bestehende Obstgarten. Besonderes Augenmerk wird auf neue Sorten gelegt, die etwa gegen Feuerbrand resistent sind. Im Stil einer kleinen Gartenschau entpuppen sich die vielen Blumenbeete. Unter anderem blühen 103 verschiedene Dahliensorten oder 20 verschiedene Pfingstrosen.

Der Bauerngarten wird von den Bad Grönenbacher Hobbygärtnern betrieben. Nahrungspflanzen wie Kartoffeln, Bohnen, Kohl- und Salatsorten sowie Radieschen werden auf zugeteilten Flächen bestellt. Das Sortiment des Kräutergartens besteht aus einer Vielzahl von Kneipp Kräuter und Heilpflanzen sowie heimischen und fremdländischen Wildstauden. Auf regelmäßig stattfindenden Kräuterführungen und -vorträgen erfahren Interessierte Fachkundliches über Kräuter, ihre Zubereitung und Anwendung.

Der Kreislehrgarten und der Kräutergarten sind jederzeit öffentlich begehbar.

Walderlebnispfad

In einem Gemeinschaftsprojekt des Forstamtes Ottobeuren und des Marktes Bad Grönenbach wurde 1998 der Walderlebnispfad eröffnet. In einer neuen Konzeption wurden die Informationen über das Ökosystem Wald mittels interaktiver und ganzheitlicher Methoden familiengerecht aufbereitet.

Einheimische und Gäste sind eingeladen, die vielen kleinen Geheimnisse des Waldes kennenzulernen. Wer Meister Grimmbart, dem kleinen Dachs, auf dem Rundweg durch den Grönenbacher Wald folgt, kann Natur mit allen Sinnen erleben. An zwölf Stationen erfahren Groß und Klein Neues und Wissenswertes über den Lebensraum Wald. Immer wieder ist die eigenen Aktivität gefordert

Der Rundgang hat eine Länge von 3,2 km und dauert ca. 1,5 Stunden.

Ausgangs- und Zielpunkt ist der Parkplatz an der Rothensteiner Straße.

Bürger- und Gästewald Bad Grönenbach

In einer Gemeinschaftsaktion pflanzten Bürger und Gäste des Kneippheilbades Bad Grönenbach am Ostrand des Grönenbacher Waldes rund 600 Bäume. Dies war der Startschuß für das ehrgeizige Zukunftsprojekt "Bürger- und Gästewald", das sich die Marktgemeinde anläßlich der 900-Jahr-Feier in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Ottobeuren vorgenommen hat. Auch zahlreiche Ehrengäste, darunter Staatsminister Josef Miller sowie Landrat Dr. Hermann Haisch, griffen zur Schaufel und pflanzten gemeinsam mit früheren Bürgermeister Johann Fleschhut und Forstdirektor Rainer Nützel "ihren" Baum.

Im Rahmen des Projektes "Bürger- und Gästewald" wurde auf einer Fläche von rund 1 Hektar ein vielfältiger, strukturreicher Mischwalde entstanden. Durch die Pflanzung heimischer Laubhölzer wurde dabei ein Beitrag zur Bereicherung des Naturhaushaltes geleistet und ein "Farbtupfer" in die von der Fichte geprägte Landschaft des Unterallgäu gesetzt.

Erstmals im Allgäu konnten Bürger und Gäste an der Gestaltung "ihres" (Kur-) Ortes bzw. Erholungsraumes aktiv (oder passiv) durch Spenden eines Baumes mitwirken. Gleichzeitig bot dies allen Beteiligten die Möglichkeit, eine positive Entwicklung in der Natur über Jahre hinweg zu beobachten.

Die gepflanzten Bäume werden Teil einer Lebensgemeinschaft, in der mittel- bis langfristig immer wieder Bäume entnommen werden, damit die verbleibenden Bäume sich zu kräftigen und unser Bild eines alten Waldes prägenden Individuen entwickeln können. Ziel ist das Heranwachsen eines vollwertigen Waldes, also einer "ökologischen Solidargemeinschaft", nicht die Anlage eines von Einzelbäumen geprägten Parkes.

Mit den ersten Pflanzaktionen ist das Projekt aber nicht abgeschlossen. Auch in den kommenden Jahren bemüht sich die Marktgemeinde um weitere Spender von Bäumen, die dazu beitragen, dass der Bürger- und Gästewald weiter wächst. Informationen über das Projekt "Bürger- und Gästewald" und die Möglichkeit, sich zu beteiligen, erhalten Sie bei der Kurverwaltung.

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